Mittwoch, 12. Juli 2017

Schon wieder mit Fahne in der Universitäts- und Landesbibliothek

Alles in die Ledertasche eingepackt
In der Bahn dann doch gemerkt – unbedacht den Stift vergessen
Du dummer, nutzloser Idiot
(Und plötzlich ist da wieder dieser riesen Schmerz)
Kein Stück Selbstwert in der Seele – Hauptsache das Jackett sitzt gut.

Aufgrund versehentlicher Nüchternheit zeigt sich mein Leben mir in Gänze
Als nicht zu füllendes Gefäß
Beziehungsweise fällt mir halt nichts ein – außer vielleicht Bier
Darum dann Richtung Stadt

Hacke hektisch Texte in mein Handy, in der beinahe leeren Straßenbahn
Sitze trinkend auf der Parkbank rum, gaffe hübschen Teeniegören hinterher.

Ein schwüler, regnerischer Sommer – Bonn versinkt im Grau
Ich dagegen in der Frage:
Verläuft das Leben auf ein Telos, oder doch nicht eher arbiträr?
Heute dann wohl letzteres, in mich läuft nur das Bier.

Schreibe erst mit einem neu gekauften Rewe-Bleistift in meinen überquellenden Kalender
Dann in der blöden ULB, an einem der PCs
Und irgendwie drängt sich die Frage auf
Was zur Hölle machst du hier?

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